Was ist der PRAL-Wert?

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Vor noch nicht allzu langer Zeit glaubten die Wissenschaftler, anhand des pH-Wertes die Lebensmittel in saure und basische einzuordnen. Nun weiss man, dass dies nicht mehr korrekt ist, da z.B. Zitrusfrüchte sauer schmecken, jedoch auf den Körper basisch wirken. Somit kamen die Wissenschaftler auf den sogenannten PRAL-Wert, mit dem nun Lebensmittel in Säuren und Basen kategorisiert und bemessen werden.

PRAL-Wert gibt neue Ordnung

Wenn bei der Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln saure oder basische Abbauprodukte mitspielen, kann der Basenhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten. Damit wir uns leichter daran orientieren können, haben alle Lebensmittel einen PRAL-Wert, der seine Auswirkung auf den Säure-Basen-Haushalt im Organismus definiert.

Der PRAL-Wert, der sogenannte „Potential renal acid load“, definiert die potentielle Säurebelastung der Niere. Dieser wird in Milliäquivalent pro 100 g Lebensmittel (mEq/100 g) gemessen. Je nachdem, wie stark die Lebensmittel die Niere potenziell mit Säuren belasten, dementsprechend werden sie kategorisiert. Der PRAL-Wert liefert somit Informationen darüber, wie hoch die Säureausscheidung über die Niere beim Verzehr von 100 g eines Lebensmittels ist. Dabei wird auch die Absorptionsrate von Mikronährstoffen im Darm berücksichtigt, genauso wird deren Verstoffwechselung angeschaut und auch die im Körper aus schwefelhaltigem Eiweiß entstehende Säure.

Werte mit einem negativen Vorzeichen sind demnach basenüberschüssig, diese rufen keine Säurebelastung hervor. Werte mit positiven Vorzeichen sind säureüberschüssig. Käse, Fisch und Fleisch und Getreideprodukte haben hohe positive Werte, weil sie Säure bilden. Obst- und Gemüse sind basenbildend und weisen negative Werte auf (siehe Tabelle).

Ausscheidungspflichtige Säuren kommen beim Abbau schwefel- oder phosphorhaltiger Verbindungen vor. Schwefel ist in schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein, Methionin) zu finden, z.B. in tierischen Proteinen und Milchprodukten. Phosphor kommt z.B. in Erfrischungsgetränken vor.

Lebensmitteltabelle nach PRAL

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