CBD, das natürlich starke Schmerz- und Nervenmittel

cbd öl

CBD-Öl ist ein Wirkstoff in den Hanfblüten und hat den Unterschied zu Marihuana, dass dieses keinen THC (Tetrahydrocannabinol) beinhaltet. THC ist ein Wirkstoff, der die Psyche des Menschen beeinflusst und wird zu der Gruppe der sogenannten (Phyto-)Cannabinoide gezählt. Auch Cannabidiol (CBD) gehört dieser Pflanzenstoffklasse an. Da das CBD der Hauptwirkstoff im Hanfextraktöl ist, heißt das daraus gewonnene Öl „CBD-Öl“. Desweiteren wird bei der Herstellung des Öls besonders auf THC-freie und CBD-reiche Hanfblüten geachtet. Bei der Herstellung von Marihuana ist es andersum.

Cannabidiol weist interessante Eigenschaften auf, es gilt entzündungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend. Allerdings wirkt es auch antipsychotisch – extreme psychische Zustände, wie z. B. Wahnvorstellungen und unbegründete Ängste, können mit CBD gelindert und beseitigt werden.

Hanfextraktöl und Hanföl

Der Unterschied zwischen dem CBD-reichen Hanfextraktöl und dem gewöhnlichen Hanföl ist derjenige, dass das Hanföl als Speiseöl im Handel erhältlich ist und nicht aus der Hanfblüte sondern aus den Hanfsamen gewonnen wird. Das Hanfextraktöl kann jedoch hingegen sehrwohl Hanfsamenöl enthalten, welches als Basisöl genommen wird, und prozentuell reines CBD reingemischt wird. Letztendlich entsteht aufgrund dieser Ölbeimischung ein unterschiedlich konzentriertes Hanfextraktöl.

THC und CBD

Im Hanfextrakt ist nicht nur CBD, sondern auch Flavonoide (oder Terpene), sowie über 60 weitere Substanzen.. CBD ist in vielen Pflanzen vorhanden, jedoch im Hanf (Cannabis). Im Gegensatz zum THC, verursacht CBD kein „High“, wirkt nicht berauschend. Dies liegt daran, dass es im menschlichen Gehirn nicht dieselben Rezeptoren zum Ziel hat, wie THC. Warum im menschlichen Gehirn überhaupt Rezeptoren bestehen, die sich an die Cannabinoide des Hanfs heften, liegt daran, dass es Cannabinoide nicht nur im Pflanzenreich gibt, sondern auch im menschlichen Körper.

Der menschliche Körper kann auch selbst Cannabinoide herstellen

Die körpereigenen Cannabinoide werden Endocannabinoide oder endogene Cannabinoide genannt. Der Verlauf im menschlichen Körper nennt sich Endocannabinoid-System (ECS). Bereits im ECS erkennen wir, welch positive Auswirkungen Hanfextrakt auf den Organismus hat. Das ECS unterstützt bei der Regulierung des Schlafs, des Immunsystems und des Schmerzempfindens. Wird es vom CBD-Öl aktiviert, lässt Schmerz nach, der Schlaf wird besser und das Immunsystem reagiert nicht mehr über, wie es oft bei Entzündungen der Fall ist.

Wie CBD Schmerzen lindert

Studien zeigen, wie CBD auf Schmerzen im menschlichen Körper reagiert. Zum einem bindet CBD sich an einen der Endocannabinoidrezeptoren, den sog. CB2-Rezeptor, der im Immunsystem Schmerzen sowie Entzündungsreaktionen entstehen und hemmen lässt. In einer Studie von Neurotherapeutics wurde untersucht, dass CBD im Körper die Bildung endogener, körpereigener Cannabinoide aktiviert und somit die CB2-Rezeptoren. CBD hemmt den Körper, sog. Anandamide abzubauen. Anandamide sind Stoffe, die an der Schmerzregulierung beteiligt sind. Hohe Anandamidwerte im Blut können Schmerzen lindern. Egal, welcher Wirkmechanismus dahinter steckt, Fakt ist, dass CBD Entzündungen und Schmerzen lindert.

CBD hemmt Gelenkentzündungen

Arthritis und Arthrose zählen zu den chronischen Gelenkentzündungen, und gehören zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit. Allein in den USA leiden über 50 Millionen Menschen daran, in Deutschland zwischen 5 und 10 Millionen.

Die rheumatoide Arthritis, auch Rheuma genannt, ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift die eigenen Gelenke an und es kommt zu Entzündungen, vorwiegend an Hand- und Fußgelenken. Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung, auch Abnutzungserkranknung genannt, die sich vorwiegend an den Hüft-, Knie- und Daumengelenken zeigt. Beide Formen zeigen sich durch Steifheitsgefühle sowie geschwollene und entzündete Gelenke und somit auch massive Schmerzen.

CBD Öl bekämpft Entzündungen und Schmerzen

Seit Jahren gibt es bereits Untersuchungen, wie CBD bei Therapien von entzündlichen Gelenkerkrankungen helfen und den Entzündungsschmerz lindern kann. 2011 fand man heraus, dass CBD direkt die Schmerzrezeptoren beeinflusst und somit schmerzhemmend wirkt. 2014 wurde erforscht, dass CBD ein wirksames Therapeutikum für Arthrose darstellen könnte, da die Cannabinoidrezeptoren an den relevanten Stellen vorhanden sind und nicht nur an der Regulation von Schmerz und Entzündungen beteiligt sind, sondern auch direkt an den Gelenkfunktionen. 2016 zeigten neue Untersuchungen, dass CBD äußerlich auf die schmerzende Haut aufgetragen werden kann, um Schmerzen und Entzündungen durch Arthritis zu nehmen. Bis zur Gänze konnten Gelenkschwellungen, die krankhafte Verdickung der Gelenkinnenhaut sowie ihre Infiltration mit Immunzellen (Einwanderung von Immunzellen aus dem Blut in die Gelenkinnenhaut, was auf den für Arthritis typischen Autoimmunprozess hinweist) reduzieren. 2017 folgten weitere Ergebnisse, dass CBD sicher und nützlich Gelenkschmerzen lindern kann, die von einer Gelenkentzündung stammen. CBD zeigte auch nervenschützende Eigenschaften. Die später einhergehenden Nervenschäden und die darauf folgenden chronischen neuropathischen Schmerzen konnten nach einer Gelenkerkrankung verhindert werden.

CBD Öl bei Multipler Sklerose

Erst seit wenigen Jahren beschäftigt sich auch die Schulmedizin mit der Wirkung von CBD auf Arthritis und multipler Sklerose. MS ist eine Autoimmunerkrankung im gesamten Körper, welche sich langsam im Körper ausbreitet und Nerven und Gehirn schädigt. Es kommt u. a. zu Muskelkrämpfen. Diese Krämpfe können so stark werden, dass sie chronische Schmerzen bei den Betroffenen verursachen. Mithilfe des CBD -Öl’s können diese Schmerzen natürlich gelindert werden.

CBD lindert Nebenwirkungen der Chemotherapien

In der Studie The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids aus der Jännerausgabe 2017 von National Academies of Sciences bestätigte viele systematische Reviews, dass CBD-Öl bei spastischen Beschwerden helfen kann und ebenso bei chronischen Schmerzen eine sehr gute Therapiemöglichkeit darstellt. Dabei ist das oral einzunehmende CBD bei Erwachsenen hilfreich, um Übelkeit und Erbrechen aufgrund einer Chemotherapie zu hemmen. Die Cannabinoide wirken hier als Antiemetikum. Bei Personen mit chronischen Schmerzen, die mit Cannabinoiden therapiert werden, mit höherer Wahrscheinlichkeit eine klinisch signifikante Linderung ihrer Schmerzen erleben. Bei Personen mit Multipler Sklerose und spastischen Beschwerden, konnten die Schmerzen mit kurzfristigen Einsatz von Cannabinoiden gemindert werden.

Keine Gewohnheitseffekte beim CBD Öl

CBD zeigt ein echtes Potenzial bei Schmerzlinderung und kann daher bei vielen Erkrankungen ausprobiert werden, die mit chronischen Schmerzen zusammenhängen. Mit seiner Wirkung kann er den Schmerz teils lösen und manchmal sogar bis zur Gänze stoppen. Die Dosis der üblichen Schmerzmittel könnte somit reduziert werden, und dies allein würde einen großen Vorteil mit sich bringen, da das CBD-Öl im Gegensatz zu anderen Pharma-Produkten keinerlei gravierenden Nebenwirkungen mit sich bringt. Selten aber doch erwähnten Probanden leichte Müdigkeit, doch im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln, die die Organe des Menschen angreifen können, ist das ein kleineres Übel.

Desweiteren zeigte eine Studie aus dem Journal of Experimental Medicine, dass es bei CBD offenbar nicht zu Gewohnheitseffekten kommt. Bei herkömmlichen Schmerzmitteln ist es bekanntlich so, dass die Dosis regelmäßig erhöht werden muss, um die Wirkung beizubehalten. Dies ist beim CBD-Öl eben nicht der Fall, da es ein natürliches Produkt ist.

CBD stabilisiert die Psyche

Lange Zeit dachte man, dass CBD keinerlei Auswirkungen und die menschliche Psyche hätte. Mittlerweile sind sich die Menschen sicher, dass CBD einen ebenso harmonischen Ausgleich auf die Psyche des Menschen mitbringt, bei nervösen oder ängstlichen Zuständen wirkt CBD beruhigend und stabilisierend, jedoch nicht wie bei THC rauschartig. Somit ist CBD perfekt für tägliche Anwendung. 2012 wurde sogar erforscht, dass CBD antipsychotisch wirke und somit psychotische Symptome abgeblockt werden können, wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, innere Unruhe, Schizophrenie, etc… Cannabinoidrezeptoren und ihre Aktivität verantworten das Vergessen schlimmer Erlebnisse.

Experten empfehlen

Äußerlich kann das Öl direkt auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden. Die empfohlene Dosierung für den tgl. Konsum eines 5-prozentigen CBD-Öl’s beläuft sich auf zweimal täglich (morgens und abends) je 6 Tropfen unverdünnt unter die Zunge gegeben.

Vom 8-prozentigen Extrakt werden vom Hersteller zweimal täglich 7 Tropfen empfohlen. Da es eine natürliche Wirkung hat und ein Überkonsum dem Körper kaum schaden kann, empfiehlt es, sich zu Beginn langsam an das Öl zu gewöhnen und täglich die Portion bis zur erwünschten Wirkung etwas erhöhen.

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