Magnesium

magnesium

Magnesium hat zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper. Es beeinflusst die Übertragung von Reizen von den Nerven auf die Muskeln, die Freisetzung von Adrenalin und die Knochenmineralisierung. Es ist auch für die Aktivierung von über 300 Enzymen im Stoffwechsel verantwortlich. Als Blutgerinnungshemmer kann Magnesium Thrombosen (Blutgerinnsel) vorbeugen.

Magnesium im Körper

Etwa 60 Prozent des Magnesiums im Körper sind in den Knochen gebunden, der Rest in verschiedenen Organen und Geweben; nur etwa ein Prozent der Gesamtmenge ist im Blut gelöst. Wenn dem Körper zu wenig Magnesium zugeführt wird, wird er aus seinen Reserven genommen, solange der Vorrat reicht. Der gemessene Magnesiumgehalt im Blut zeigt die tatsächliche Situation nur in begrenztem Umfang.

Tägliche Dosis und Aufnahme von Magnesium

Die empfohlene Tagesdosis Magnesium beträgt 350 Milligramm. Diese tägliche Dosis ist in Lebensmitteln enthalten wie:

  • 60 Gramm Weizenkleie
  • 75 Gramm Sonnenblumenkerne
  • 200 Gramm Bohnen
  • 200 Gramm Nüsse
  • 250 Gramm Haferflocken
  • 500 Gramm Spinat
  • 1200 Gramm Fleisch

Magnesium kommt hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders gute Magnesiumquellen sind Nüsse und Samen sowie Vollkornprodukte, insbesondere Hirse.

Um die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten, sollten nach einer Empfehlung der Bundesanstalt für Risikobewertung (BfR) maximal 250 Milligramm Magnesium pro Tag zusammen mit Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden – der Rest wird in der Regel über die Nahrung aufgenommen.

Mangelerscheinungen mit Magnesiummangel

Schwerwiegende Mangelerscheinungen sind bei einer vernünftigen Ernährung selten zu erwarten. Die klassischen Mangelerscheinungen sind denen des Kalziummangels (Muskelkrämpfe, Unruhe, Zittern, Kreislaufprobleme) sehr ähnlich.

Mangelzustände treten insbesondere in folgenden Situationen auf, in denen der Körper mehr Magnesium benötigt:

  • bei körperlichen Belastungen (und starkem Schwitzen)
  • mit Stress nach überlebenden Krankheiten (insbesondere Durchfall)
  • mit Diabetes
  • bei chronischen Nierenerkrankungen
  • während der Schwangerschaft und Stillzeit
  • während des Wachstums

Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente (Dehydrationstabletten, Abführmittel, die Pille und andere) stören ebenfalls den normalen Magnesiumhaushalt. Eine zusätzliche Aufnahme ist dann ratsam. Verschiedene Störungen der Nervenfunktion, Angstzustände oder Depressionen können durch Magnesiummangel ausgelöst oder verschlimmert werden. Die Vielfalt der Beschwerden kann durch die Tatsache erklärt werden, dass Magnesium in viele verschiedene Stoffwechselprozesse eingreift.

Magnesiumüberdosis

Sehr hohe Magnesiumkonzentrationen im Blut sind nur bei parenteraler Anwendung (durch Infusion direkt in das Blutgefäß) oder bei Nierenschäden zu erwarten. Dann gibt es Symptome einer Lähmung, die auch die Atmung und die Blutdruckregulation beeinflussen. In extremen Fällen kann auch ein Koma auftreten.

Wirkung von Magnesium

Magnesium kann vor Herzrhythmusstörungen schützen und das Herzzeitvolumen verbessern. Umgekehrt gefährdet eine unzureichende Menge Magnesium das Herz. Bei Muskelkrämpfen wird häufig die überraschend gute Wirkung von Magnesiumpräparaten beschrieben; Magnesiumpräparate werden auch zur Vorbeugung von Beinkrämpfen und vorzeitiger Wehen eingesetzt.

Magnesium lindert auch Durchblutungsstörungen, indem es die Blutgefäße erweitert, die Fließfähigkeit verbessert und mehr Blut in das Gewebe bringt. Magnesium hilft bei Magengeschwüren in säurehemmenden Präparaten.

Magnesiummangel behandeln

Magnesium allein bereitet dem Körper einige Probleme: Die Zellen können das zugesetzte Magnesium nicht festhalten, es wird weitgehend ausgeschieden. Um die Verwendung von Magnesium zu verbessern, ist es daher am besten mit einem „Partner“, Orotsäure, gekoppelt. Da dies auch für den Energiestoffwechsel sehr wichtig ist, ist Orotsäure neben Magnesium ein zusätzlicher Schutzfaktor.

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