Richtige Ernährung in der Schwangerschaft

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Eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen unproblematischen Schwangerschaftsverlauf bei Mutter und Kind ist die angepasste Ernährung. Wichtig ist nicht nur die ausreichende Kalorienversorgung, sondern auch die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe. Sie ermöglichen eine normale Entwicklung des heranwachsenden Kindes und verringern gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit von Missbildungen. Ebenso kann die schwangere Frau durch richtiges Essen Mangelerscheinungen vorbeugen. Basierend auf den neuesten Forschungsergebnissen tragen die folgenden Empfehlungen dazu bei, das Risiko einer falschen Ernährung während der Schwangerschaft zu minimieren.

Kalorien: Energiebedarf während der Schwangerschaft

Nicht nur das Wachstum des Kindes, sondern auch die Zunahme der Größe und die Versorgung mit den für Schwangerschaft und Stillzeit notwendigen Organen wie Plazenta (Mutterkuchen), Gebärmutter (Uterus) oder Brustgewebe erhöhen den Energiebedarf.

Den zusätzlichen Energieverbrauch sollten Sie jedoch nicht überschätzen. Das Motto „zu zweit essen“ sollte nicht befolgt werden. Als Richtlinie sollten Sie ab dem vierten Schwangerschaftsmonat einen zusätzlichen Energiebedarf von ca. 250 kcal / Tag annehmen. Ab dem dritten Trimester wird ein tägliches Plus von 500 kcal empfohlen, vorausgesetzt, die Mutter hat normales Gewicht und die Gewichtsentwicklung ist normal.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit Süßigkeiten

Grundsätzlich gelten hinsichtlich der proportionalen Zusammensetzung der Lebensmittel die gleichen Empfehlungen wie während der Schwangerschaft. Unter bestimmten Umständen sollten werdende Mütter mehr Aufmerksamkeit schenken:

  • Der Kalorienbedarf sollte hauptsächlich (55 Prozent) durch Kohlenhydrate gedeckt werden.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie sie in Form von vitaminreichen Lebensmitteln (Vollkornbrot, Vollkornreis, Kartoffeln, Gemüse und Obst) essen.
  • Die Aufnahme von „leeren“, zuckerreichen Kalorien (Süßigkeiten) sollte auf maximal 10 Prozent der gesamten Kohlenhydrataufnahme reduziert werden.

Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel und Milchprodukte sind wichtig

Proteine sind unverzichtbare Baumaterialien für den Organismus des Kindes und für die Anpassung der mütterlichen Organe an die Schwangerschaft. Die verschiedenen Proteinquellen enthalten jedoch auch unterschiedliche Aminosäurezusammensetzungen (Proteinbausteine).

Der Wert von Proteinen hängt von ihrer Verwendbarkeit durch den menschlichen Organismus ab. Proteine sind besonders wertvoll, weil ihre Zusammensetzung dem Bedarf optimal entspricht. Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel und Milchprodukte sind daher hochwertige Proteinlieferanten, die Sie während der Schwangerschaft nicht verpassen sollten.

Pflanzliche Proteinquellen können in ihrem Wert verbessert werden, indem sie kombiniert werden (z. B. Hülsenfrüchte mit Getreide). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine größere Menge zur Deckung des Proteinbedarfs erforderlich ist, sind pflanzliche Produkte (insbesondere in Kombination mit tierischen Produkten) geeignete Lebensmittel, zumal sie auch andere wertvolle Substanzen enthalten.

Vermeiden Sie zu viele Fette

Insbesondere während der Schwangerschaft sollte darauf geachtet werden, dass hochwertige, essentielle Fettsäuren zugeführt werden. Ungesättigte Fettsäuren kommen in Pflanzenölen (Distelöl, Maisöl, Sonnenblumenöl) sowie in Fisch und Krebstieren vor. Im Allgemeinen sollte jedoch der Fettgehalt in der Ernährung niedrig gehalten werden, da dies hauptsächlich für eine unerwünschte Gewichtszunahme während der Schwangerschaft verantwortlich ist.

Erhöhter Bedarf an Mineralien

Es besteht ein erhöhter Bedarf an:

  • Kalzium
  • Eisen
  • Jod
  • Zink
  • Folsäure

Eine erhöhte Zufuhr von Fluor und Magnesium ist nicht erforderlich, wird jedoch empfohlen. Fluor verhindert Karies. Magnesium reduziert das Auftreten vorzeitiger Wehen und Beinkrämpfe. Calcium und Eisen: wertvoll für schwangere Frauen Calcium ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne. Der Kalziumbedarf steigt während der Schwangerschaft nicht an, aber die Einhaltung ist umso wichtiger. Calcium kommt in fettarmen Milchprodukten vor, aber auch in Gemüse wie Brokkoli, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen. Ein kalziumreiches Mineralwasser kann auch getrunken werden.

Wenn nicht genügend Milch und Milchprodukte aufgenommen werden, können Mangelerscheinungen auftreten. Daher kann die zusätzliche Aufnahme von Kalziumpräparaten nützlich sein.

Der Eisenbedarf hat insbesondere in den letzten drei bis sechs Monaten der Schwangerschaft erheblich zugenommen. Der Eisenbedarf steigt während der Schwangerschaft zweimal an (von normalen 15 mg auf 30 mg täglich). Da die optimale Aufnahme von Eisen insbesondere durch den Verzehr von viel Muskelfleisch erfolgt, wird eine Substitution durch Eisenpräparate empfohlen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn tierische Produkte nur in begrenzten Mengen eingenommen werden. Vitamin C-reiche Lebensmittel wie Orangensaft können dazu beitragen, die Aufnahme von Eisen aus Lebensmitteln zu verbessern.

Mineralien: Jod in Tablettenform empfohlen

Jod fördert die Zellteilung und das Wachstum. Jodmangel kann sowohl die geistige als auch die körperliche Entwicklung beeinträchtigen und war in der Vergangenheit für einige schwerwiegende Entwicklungsstörungen (Kretinismus) bei Neugeborenen verantwortlich. Noch heute sind Jodmangelsymptome im Zusammenhang mit Schwangerschaften bei Mutter und Kind keine Seltenheit. Vergrößerte Schilddrüsen (Kropf oder Kropf) können später im Leben zu Komplikationen führen (Schilddrüsenfunktionsstörung, Entwicklungsstörungen und Stoffwechselprobleme).

Die postnatalen Untersuchungen zeigen einen auffälligen Jodmangel, dennoch wird jeder schwangeren Frau die zusätzliche Einnahme von Jod in Tablettenform empfohlen. Das Angebot an Jodsalz und Fisch (Seefisch) kann die Nachfrage oft nicht vollständig befriedigen.

Zink und Folsäure: unverzichtbar in der Schwangerschaft

Zink ist besonders wichtig während der Schwangerschaft und Stillzeit. Das Spurenelement ist unter anderem wichtig für das Immunsystem, das Zellwachstum und den Stoffwechsel – sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind. Da Zink nicht vom Körper selbst produziert werden kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Zum Beispiel ist Zink in Getreide und Trails oder Rinderhackfleisch enthalten. Folsäure ist wichtig für die Zellteilung und das Wachstum. Eine ausreichende Aufnahme verringert das Risiko von Neuralrohrdefekten. Folsäure ist besonders wichtig in der frühen Schwangerschaft. Folsäure kommt in Obst und Gemüse vor, sollte aber auch über geeignete Zubereitungen zugesetzt werden.

Mineralstoffbedarf während der Schwangerschaft

Die folgenden Werte geben an, welche Mineralien schwangere Frauen benötigen:

  • Eisen 100% 30 mg
  • Magnesium 3,3% 310 mg
  • Zink 25% 15 mg
  • Calcium 0% 1.000 mg
  • Jod 33% 200 ug
  • Folsäure 83% 550 µg

Was Sie während der Schwangerschaft nicht essen sollten

Es steht außer Frage, dass Alkohol während der Schwangerschaft tabu ist. Darüber hinaus sollten Sie sich sorgfältig darüber informieren, was Sie während der Schwangerschaft essen können und was nicht. Zum Beispiel können bestimmte Tees die Arbeit fördern. Rohmilchkäse, roher Fisch und rohes Fleisch können auch Krankheitserreger enthalten, die für das ungeborene Kind lebensbedrohlich sein können. Leber wird auch im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht empfohlen.

Eine ausgewogene und bewusste Ernährung wird generell schwangeren Frauen empfohlen. In jedem Fall ist es ratsam, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

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